Der Stinkkäfer

Shownotes

Das Verhältnis zwischen dem Jungen und seiner Stiefmutter ist nicht unbedingt das Beste… Sie schickt ihn, Moosbeeren zu sammeln – einen großen Korb voll. Was das mit einem kleinen Schächtelchen zu tun hat, mit einem hohlen, finsteren Berg, einem goldenen Schlüssel und einem Stinkkäfer – das verrät euch diese Geschichte.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Es war einmal ein Junge, der hatte eine Stiefmutter.

00:00:12: Der konnte er nichts recht machen.

00:00:14: Jeden Tag hat sie mit ihm geschimpft und manchmal bekam er sogar Schläge.

00:00:19: Eines Tages da gab sie dem Jungen einen großen Korb und sagte so du Nichts nutzt geh hinaus in den Wald Und suche Moosbeeren und zwar einen ganzen Korb voll.

00:00:30: Ehe der nicht voll ist brauchst Du gar nicht wieder heimkehren... ...und wenn doch dann Wirst du dein Blosswunder erleben?

00:00:38: Und dann schlug sie ihm die Tür vor der Nase zu.

00:00:40: Der Junge nahm den Korb und lief in den Wald, und es dauerte nicht lang.

00:00:44: Da fand er Mosbeeren, und er sammelte sie, und Ersammelte und Sammelte – ich weiß nicht ob Du Mosbeerin schon mal gesehen hast!

00:00:49: Die sind nicht groß!

00:00:51: Und so dauerte es, und Es dauerte, und der Korb wollte und wollte sich nicht füllen.

00:00:56: Das war nichts zu schaffen... ...der Junge begann zu weinen.

00:00:59: Trotzdem kroch er im Wald von einer Staude zur anderen und er pflückte nach Leibeskräften.

00:01:05: Ach, viele Stunden hatte er schon gepflückt.

00:01:08: Die Sonne brannte!

00:01:09: – Und ich weiß nicht, wie es euch geht in so einem Moment?

00:01:14: Der Junge wurde müde und so legte er sich ins Moos und schlief ein.

00:01:19: Als er wieder erwachte, sah er, ah, das war ja schon Abend geworden.

00:01:24: Aber noch mehr erschrag er als plötzlich ein winziges Männchen vor ihm stand.

00:01:29: Das hatte einen grünen Mantel an und grüne Hosen, hatte kleine stechende Augen.

00:01:35: Die schauten ihn direkt an.

00:01:37: Es war ein Zwerg und der, der wurde plötzlich ganz freundlich und sagte hey, fürchte dich nicht von mir!

00:01:44: Was machst du hier?

00:01:46: Ach ich muss Mosbeeren pflücken den ganzen Kopf voll und wenn er nicht voll wird dann bekomme ich wahrscheinlich wieder Schläge denn die Mutter ist wirklich streng zu mir.

00:01:56: Ach machte nichts draus, sagte das Männlein und fing an selbst Mosbeern zu pflück'n Und in Windes eile, ha da war der Kopf voll.

00:02:06: Als das Geschehen war, gab er dem Jungen ein Schächtelchen und er sagte du bist ein guter Kerl.

00:02:11: Bleib so wie du bist!

00:02:13: Dieses Schachtel hier die nimmst Du und erst wenn Du ihn wirklich großer Not bist also so richtig großer Not dann öffne sie vorher nicht.

00:02:23: der Junge versprach es und des kleine Männlein verschwand.

00:02:28: da steckte der junge das Schächelchen ein ganz vorsichtig natürlich nahm den vollen Korb auf den Rücken wanderte nach Hause.

00:02:36: Er war so froh!

00:02:38: Die Stiefmutter stand schon auf der Türschwelle, die wollte ordentlich schimpfen denn sie hätte nie gedacht dass er es schafft.

00:02:46: doch jetzt zeigte er ihr den vollen Korb.

00:02:51: Ja da konnte sie nicht sagen.

00:02:53: Hmm seit diesem Tag quälte sie dem Jungen nicht mehr ganz so sehr.

00:02:57: manchmal war sie sogar ein bisschen freundlich aber so wirklich lieben tat sie ihn immer noch nicht.

00:03:04: Sie wartete auf eine Gelegenheit, ihn loszuwerden.

00:03:08: Und doch der Junge hatte jetzt etwas bessere Tage und wenn er allein war da sah er ganz oft das Schächtelchen an.

00:03:15: Er öffnete es aber nie weil er.

00:03:16: es hatte er dem Männchen ja versprochen – und Hilfe brauchte er hier gerade auch nicht!

00:03:22: Und so vergingen die Wochen.

00:03:24: Da kam eines Tages ein unbekannter Mann ins Dorf und dieser hatte so eine wundersame Pfeife bei sich.

00:03:31: Wenn er damit pfiff dann mussten Alle Kinder hinter ihm her!

00:03:36: Niemand konnte sich vor diesem geheimnisvollen Pfeifen lösen.

00:03:41: Und als der Junge dieses Pfeiflein hörte, da erschoss es ihm auch in die Füße und er musste mitlaufen.

00:03:48: Der Mann ging pfeifend voraus und ein großer Haufen Kinder folgte ihm.

00:03:54: Der Zug ging durch das Dorf dem Wald zu und dort auf einen großen grauen Kahlenberg, als sie vor dem Berg angekommen war Da tat der Mann einen lauten Pfiff.

00:04:06: Und?

00:04:07: Der Hohleberg öffnete sich!

00:04:09: Die Kinder mussten alle in diesen dunklen Berg hinein, und als sie alle drin waren, da schloss sich der Berg von außen... ...und es war Stock-Finnster!

00:04:19: Ahhhh!

00:04:21: Himmel jetzt waren Sie dort in diesem dunklen Berg ganz alleine!

00:04:26: Kein einziger Sonnenstrahl!

00:04:27: Was sollten Sie denn jetzt

00:04:28: tun?!

00:04:29: Sie weinten und jamm hatten!

00:04:31: Aber der Berg blieb verschlossen….

00:04:33: Drei Tage und drei Nächte, und der Junge weint und klagte mit den anderen Kindern.

00:04:39: Bis ihm endlich einfiel, dass er doch das Schächtelchen bei sich trug!

00:04:44: Ach, eine größere Not konnte man sich doch kaum vorstellen.

00:04:48: und so nahm er das Schäftelchen – und öffnete es ganz behutsam.

00:04:53: Aber was war da drin?

00:04:55: Ein ganz gewöhnlicher Stinkkäfer, bewegte er die Flügel und flog davon, summend und brumend prallte mal hier und mal dort an.

00:05:11: Und so surrte er längere Zeit umher.

00:05:14: Doch plötzlich ließ er sich auf dem Boden niederwühlte in der Erde und fand dort ein kleines Schlüsselchen – das brachte er dem Jungen!

00:05:23: Ah, der Junge, der freute sich nahm das Schlüsselchitt und tastete jetzt an allen Ecken und Wänden herum, um einen Schlüsselloch zu finden.

00:05:30: Und er musste wirklich lange suchen… Und dann hat er ein quinzig kleines Schlüsselloch gefunden, in das der Schlüssel genau passte.

00:05:39: Er steckte ihn ein, brähte ihn herum und da sprang eine versteckte Pforte auf!

00:05:46: Was freuten sich die Kinder als sie endlich Tageslicht sahen?

00:05:51: Und froh und munter eilten sie zur Tür und hinaus ins Freie.

00:05:55: Jetzt waren Sie aber plötzlich in einer vollkommen unbekannten Gegend – doch es war schön und mild.

00:06:01: Fette, wiesen, kühle Wälder mit riesigen Eichen und Buchen unter Zwischen brieselten und murmelten spiegelklare Beche.

00:06:11: Die schönsten Blumen die blühten und dufteten Und die Schmetterlinge die tanzten durch die Luft!

00:06:17: Die Kinder freuten sich noch mehr und das eine lief hierhin Das andere dorthin und so verteilten sie sich überall.

00:06:24: Der Junge hatte seinen Stinkkäfer wieder in der Schechtlichen gesteckt und ging alleine weiter.

00:06:29: Er folgte einem Pfad, der sich durch ein Wäldchen schlängelte.

00:06:32: Er ging und ging – und er dachte darüber nach was er denn jetzt anfangen sollte.

00:06:36: Nach Hause wollte er nicht wieder zurück!

00:06:39: Und so ging er einfach weiter.

00:06:41: Nach einer ganzen Weile sah er mit einem Mal ein großes prächtiges Schloss vor sich stehen.

00:06:47: Ach das war so hoch.

00:06:49: es ragte mit seinen Türmen und Zinnen hoch über die Bäume empor.

00:06:53: Um das Gebäude dazog sich ein schöner Garten mit grünen und stolzen Bäumen Mit leuchtenden Blumen, mit Springenbrunnen.

00:07:00: man hörte sie rauschen.

00:07:02: Der Junge stand dort und konnte sich gar nicht satt sehen an all dieser Pracht.

00:07:06: Na dachte er bei sich ich muss doch mal schauen wie es innen aussieht.

00:07:10: Und der suchte einen Eingang Aber er fand nirgendwo eine Tür oder ein Tor.

00:07:15: Er ging noch einmal um das Schloss herum.

00:07:18: Das konnte doch nicht sein.

00:07:19: die konnten auch nicht einen Schloss bauen ohne Eingangs!

00:07:23: Und während er so da stand und überlegte.

00:07:26: Da vernahm er mit einem Mal eine Stimme Wenn du den Schlüssel findest gehören dir Schloss und Hof.

00:07:33: Ja, da überlegte der Junge doch nicht mehr lange.

00:07:35: er nahm das Schächtelchen heraus öffnete es Und der Käferkroch heraus.

00:07:40: Er flog unsurte herum bis er sich endlich auf dem Boden niederließ die Erde aufgrubt und dort einen goldenen Schlüssel fand.

00:07:48: Da freute sich der junge und suchte jetzt am Turm hin und her Bis er tatsächlich und endlich das Schlüsselloch fand.

00:07:55: Da steckte er den Schlüsse hinein.

00:07:57: Ich drehte ihn herum und im Nu war das Tor offen.

00:08:01: Ach, da hättet ihr dabei sein sollen!

00:08:03: All diese Pracht und Herrlichkeit im Schloss, oh so schön!

00:08:06: Und es gab ein Jubel und eine Freude, dass dem Jungen Hören und Sehen vergingen.

00:08:12: Als er so darstand und unverstaune den Mund gar nicht wirklich zu bekam, da kam ein alter König auf ihn zu – und dieser führte eine wunderschöne Prinzessin an seine Hand.

00:08:22: Der alte König umarmte den Jungen, er dankte ihm für die Erlösung für die Erlösung des Schlosses, für seine Erlösung und für die Elösung der Tochter und seiner Leute.

00:08:34: Und dann bot er ihm das Königreich zum Dank – und der Junge, der dachte nicht lang darüber nach, und der Name es!

00:08:44: Und eines Tages, da verliebte er sich auch in die Prinzessin und die Prinzessin in ihm und sie heirateten.

00:08:52: Und so lebten Sie lange glücklich und zufrieden.

00:08:56: Und falls du dich fragst oder ihr euch fragt, wer denn wohl der Stinkkäfer war?

00:09:01: Ich will's euch sagen.

00:09:02: Das...das war der alte König und eine Hexe hatte ihn verwandelt.

00:09:07: Doch damit war jetzt Schluss!

00:09:10: Und wenn sie nicht gestorben sind, wer weiß vielleicht leben sie heute noch – und der Stingkäfer auch.

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