Die Brüder und die Birnen

Shownotes

Jetzt im Frühling stehen alle Bäume in voller Blüte – im Sommer ist es dann wieder soweit: die Äste biegen sich unter den Früchten. So auch die Birnen vor dem Bauernhaus. Sie schimmern wie Gold in der Sonne, und so beschließt der Vater seine Söhne zum König zu schicken, um diesem einige der Früchte zu schenken. Wie das ausgeht? Das verrät dir dieses Märchen aus Vorarlberg. Viel Vergnügen beim Lauschen!

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Transkript anzeigen

00:00:02: Es war ein Maler in Bauer, der hatte drei Söhne.

00:00:11: Und er hatte einen Birnenbaum!

00:00:14: Der stand direkt vor dem Bauernhof und der Trogbirnen die waren so saftig und die schimmerten wie Gold in der Sonne.

00:00:24: Da sagte er eines Tages zu seinem ältesten Sohn Los, geh und mach dich auf!

00:00:29: Bring dem König ein paar von unseren Birnen.

00:00:31: Vielleicht bringt es uns Ehre ein?

00:00:33: Ich habe gehört er soll so etwas

00:00:35: mögen.".

00:00:37: Also machte sich der Älteste mit einem Körbchen voller Birnen auf den Weg.

00:00:41: Unterwegs da kam er zu einem Brunnen und dort saß eine alte Frau.

00:00:44: – Wohin so

00:00:46: eilig?!

00:00:47: Und mit Verlaub was hast du in deinem Körpchen?

00:00:50: – Pa, wohin ich gehe.

00:00:52: das geht dich einen Dreck an und im Korb hab' ich auch nur lauter Dreck schnauzte der Bursche.

00:00:59: So, wenn es Dreck ist, dann soll es auch Dreck sein und

00:01:04: bleiben.".

00:01:05: Und als nun der Älteste zum König kam und seinen Korb mit den Bienen auspacken wollte – da war doch der Korb tatsächlich voller Dreck!

00:01:13: Ja, dass der König nicht gerade begeistert war, das kannst du dir wohl denken….

00:01:17: und so ließ er den Ältesten in den Kerl gewerfen.

00:01:21: Nach einer Weile sagte der Bauer zu seinem zweitälztesten Sohn Mach dich auf, geh du und bringe dem König ein paar von unseren Birnen.

00:01:29: Und dann schau doch mal wo unser Großer bleibt!

00:01:33: Also macht er sich der Zweite auf den Weg und kam zu dem Brunnen.

00:01:37: Dort traf er – Du ahnst es wohl?

00:01:40: Die alte Frau.

00:01:41: Wohin so

00:01:42: eilig?!

00:01:43: Und mit Verlaub was hast du da in deinem Köppchen?

00:01:47: Pa, wohin ich gehe das geht ich einen Dreck an und in meinem Köppchchen hab' ich auch nichts anderes als Dreck.

00:01:54: So Nun, wenn es Dreck ist, dann soll es auch Dreck sein und bleiben.

00:02:01: Und als der Zweitälteste zum König kam und ein Körbchen voller Dreck auspackte, tja da wurde er zu seinem älteren Bruder in den Kerker gesteckt.

00:02:12: Jetzt hatte der Bauern ja noch einen dritten Sohn – und du ahnst es?

00:02:16: Ja das war der Dummling!

00:02:19: Nun mein lieber jetzt musst Du dich halt auf den Weg machen und dem König ein paar von unseren Bienen bringen Und dann, dann schau doch mal wo die beiden anderen sind.

00:02:28: Die scheinen ja gar nicht mehr nach Hause kommen zu wollen!

00:02:32: Also ging der Jüngste los, machte sich mit deinem Körpchen voller Birnen auf den Weg und kamen zu dem Brunnen.

00:02:40: Oh hin so eilig – und mit Verlaub was hast du da in deinem Köppchen?

00:02:45: Er schaute sie alte Frau an und sagte … Ich gehe zum König und ich habe hier ein Körbchen mit goldenen Birnen für ihn.

00:02:57: So, nun wenn es goldene Birnen sind sollen es auch Goldene Birne sein und bleiben!

00:03:04: Und als er nun zum König kam und seinen Körpchen mit echt goldenen Birnen herausholte – ja da freute sich der König – und aus lauter Freude ließ er auch die beiden anderen Brüder frei.

00:03:19: Er bewirrte sie reichlich mit Speisen und Getränken.

00:03:23: Und als Sie sich verabschiedeten, da gab er ihnen auch noch ein Geschenk für den Vater mit.

00:03:29: Und fortan lebten sie nun vermutlich überwiegend glücklich und zufrieden!

00:03:38: Wir wollen es jedenfalls mal hoffen – bis bald!

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